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Interview mit dem Bundeszentrum für Kita- und Schulverpflegung

In seiner Funktion als Vorsitzender des Verbandes deutscher Kita- und Schulcaterer hat Ralf Blauert mit dem Bundeszentrum für Kita- und Schulverpflegung über Qualitätsstandards, Inflation, seine politische Arbeit und die Herausforderungen der Branche gesprochen.

Die Verpflegung von Kindern ist in Deutschland nicht bundesweit einheitlich organisiert: “Wir sehen in den Ländern und Kommunen sehr heterogene Verpflegungsstrukturen und sehr unterschiedliche Vorstellungen der Träger”, kritisiert Blauert und fordert bessere Vergleichbarkeit: “Was uns fehlt, sind bundesweit einheitliche Standards, die transparent machen, wie sich Mahlzeitenpreise zusammensetzen und wie sich Kosten für Wareneinsatz, Zubereitung, Transport, Ausgabe, Reinigung usw. auf die Preise auswirken.”

Auf die Frage, wie gute Kinderverpflegung idealerweise gestaltet werden könnte, verweist der BlauArt-Geschäftsführer auf die Studentenwerke: “Als ein Good Practice für gute Verpflegungsstrukturen möchte ich die Hochschulgastronomie nennen. Wir sehen dort tolle und innovative Mensen, ein attraktives Menüangebot, eine gut bezahlte Belegschaft und hohe Subventionen, sogar eine Mehrwertsteuerbefreiung. Günstige und gute Mahlzeiten sind hier für 2 bis 3 Euro erhältlich. Und wir fragen uns, warum das in der Kita- und Schulverpflegung nicht möglich ist.”

Das komplette Interview gibt es auf den Seiten des Bundeszentrums.

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Interview mit Ralf Blauert

Ralf Blauert

Ralf Blauert, Geschäftsführer von BlauArt Catering und 1. Vorsitzender des VDSKC, hat mit der B&L Mediengesellschaft über die drängendsten Themen der Gemeinschaftsverpflegung gesprochen, darunter die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung und sinnvolle Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut.

„Für viele Cateringunternehmen ist die Lage weiter angespannt“, gibt er zu. „Wenn es wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist, Gemeinschaftsverpflegung als Geschäftsmodell zu betreiben, werden sich nicht nur kleine, sondern auch größere Unternehmen aus der Branche zurückziehen. Diese Entwicklung ist aber nicht unausweichlich. Hier sind politische Lösungen gefragt.“

Von Seiten der Politik wünscht er sich, die Gemeinschaftsverpflegung ernst zu nehmen und als gutes Instrument im Kampf gegen Kinderarmut und Zivilisationskrankheiten zu begreifen: „Wenn sichergestellt wäre, dass Kita- und Schulkinder in Deutschland täglich eine gesunde, warme Mahlzeit kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen würden, wäre ein riesiger Schritt Richtung Bildungsgerechtigkeit und Gesundheitsförderung getan.“

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