Essen abbestellen?

Besuch vom rbb: Video dokumentiert den Alltag in unserer Großküche

Als Cateringunternehmen bereiten wir täglich rund 4.000 Mittagessen für Kita- und Schulkinder in Potsdam zu. Damit die Mahlzeiten pünktlich und warm auf den Tischen stehen, greift ein präzise abgestimmter Ablauf aus zahlreichen Arbeitsschritten ineinander. Der rbb hat das Team um unseren Küchenchef Benjamin Mattheus einen Morgen lang begleitet und einen Blick in die Großküche geworfen. Auf dem Speiseplan standen: Fischstäbchen mit Salzkartoffeln und Reis mit Blumenkohl-Hollandaise.

Die Anforderungen an moderne Kita- und Schulcaterer wachsen stetig. Während in der Küche gekocht, gebraten und vorbereitet wird, verändern sich parallel die Bestellzahlen, etwa weil Eltern kurzfristig ihre Kinder vom Essen abmelden. Ziel ist es, Überproduktion konsequent zu vermeiden und Lebensmittelverschwendung zu minimieren. Gleichzeitig steigt der Bedarf an individuell angepassten Speisen aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten.

Wie ein typischer Arbeitstag in der BlauArt-Großküche abläuft, zeigt ein Beitrag in der ARD-Mediathek.

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Erfolgreiche Bilanz: Ein Jahr in der neuen Produktionsküche

Rund ein Jahr nach dem Bezug unserer neuen Produktionsküche können wir eine positive Zwischenbilanz ziehen. Unser Standort am Werderschen Damm in Potsdam ist inzwischen vollständig im Alltag angekommen – und alle Bereiche unseres Unternehmens profitieren davon: Verwaltung, Küche, Logistik und Auslieferung arbeiten nun erstmals unter einem Dach, wodurch sich Abläufe harmonisiert und Wege verkürzt haben.

Die neue Küche ermöglicht das Kochen von bis zu 6.000 Portionen täglich. Zehn großvolumige Kochkessel mit jeweils 150 Litern Fassungsvermögen, moderne Kombidämpfer sowie ein deutlich erweitertes Kühl- und Lagerraumangebot schaffen beste Voraussetzungen, um Schulen und Kitas in Potsdam zuverlässig und in hoher Qualität zu versorgen. Das BlauArt-Team hat sich schnell eingespielt, und viele Arbeitsabläufe konnten seit dem Umzug weiter verfeinert werden.

„Die neue, moderne Küche hat unseren Arbeitsalltag nachhaltig verbessert“, resümiert Geschäftsführer Ralf Blauert. „Wir freuen uns sehr über die verbesserten Arbeitsbedingungen und die technischen Möglichkeiten, mit denen wir für die Zukunft bestens gerüstet sind. Vor allem aber können wir so sicherstellen, dass die Schulkinder in Potsdam weiterhin frisch, hochwertig und gesund versorgt werden.“

Nach dem ersten Jahr im Echtbetrieb ist klar: Der Standortwechsel war der richtige Schritt.

Interview mit dem Bundeszentrum für Kita- und Schulverpflegung

In seiner Funktion als Vorsitzender des Verbandes deutscher Kita- und Schulcaterer hat Ralf Blauert mit dem Bundeszentrum für Kita- und Schulverpflegung über Qualitätsstandards, Inflation, seine politische Arbeit und die Herausforderungen der Branche gesprochen.

Die Verpflegung von Kindern ist in Deutschland nicht bundesweit einheitlich organisiert: “Wir sehen in den Ländern und Kommunen sehr heterogene Verpflegungsstrukturen und sehr unterschiedliche Vorstellungen der Träger”, kritisiert Blauert und fordert bessere Vergleichbarkeit: “Was uns fehlt, sind bundesweit einheitliche Standards, die transparent machen, wie sich Mahlzeitenpreise zusammensetzen und wie sich Kosten für Wareneinsatz, Zubereitung, Transport, Ausgabe, Reinigung usw. auf die Preise auswirken.”

Auf die Frage, wie gute Kinderverpflegung idealerweise gestaltet werden könnte, verweist der BlauArt-Geschäftsführer auf die Studentenwerke: “Als ein Good Practice für gute Verpflegungsstrukturen möchte ich die Hochschulgastronomie nennen. Wir sehen dort tolle und innovative Mensen, ein attraktives Menüangebot, eine gut bezahlte Belegschaft und hohe Subventionen, sogar eine Mehrwertsteuerbefreiung. Günstige und gute Mahlzeiten sind hier für 2 bis 3 Euro erhältlich. Und wir fragen uns, warum das in der Kita- und Schulverpflegung nicht möglich ist.”

Das komplette Interview gibt es auf den Seiten des Bundeszentrums.

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Preisdeckel: Mittagessen für 3,90 Euro

Preisdeckel für Schulessen in Potsdam

Die Schule startet wieder und es gibt eine gute Nachricht für alle Potsdamer Schülerinnen und Schüler. Die Stadt hat in den Ferien eine verbindliche Preisobergrenze für das Schulmittagessen beschlossen. Das heißt für alle Eltern und Kinder, dass sie ab 1. September 2023 nur noch 3,90 Euro pro Mahlzeit bezahlen müssen. Die neue Regelung gilt für alle allgemeinbildenden Schulen in städtischer Trägerschaft und ist zunächst bis Ende 2024 befristet. Wichtig: Für die Familien entsteht kein zusätzlicher Aufwand – sie müssen nicht aktiv werden. Der Differenzbetrag zwischen den 3,90 Euro und dem tatsächlichen Essenspreis wird von der Stadt beglichen und direkt mit den Essensanbietern verrechnet.  

„Wir begrüßen sehr, dass Potsdam bei diesem wichtigen Thema vorangeht und die Eltern entlastet“, sagt Ralf Blauert, Geschäftsführer von BlauArt Catering. „Wir würden uns wünschen, dass für die Zukunft ein landesweites Konzept zur ermäßigten bzw. kostenfreien Schulspeisung umgesetzt wird. Nur so kann echte Bildungsgerechtigkeit funktionieren.“

7 Prozent auf Schulessen!

BlauArt unterstützt die Initiative des DEHOGA, die fordert: “7 Prozent müssen bleiben”. Ab 1. Januar 2024 soll der derzeit gültige ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent in der Gastronomie auf 19 Prozent erhöht werden. Das betrifft auch Cateringunternehmen, die Kitas und Schulen mit Mittagessen versorgen.

“Wir wollen, dass das Essen in der Kita und Schule gesund und finanzierbar bleibt. Damit unsere Kinder auch hier lernen können, was gute Ernährung bedeutet – unabhängig vom sozialen und finanziellen Background”, schreibt der DEHOGA-Bundesverband.

Auch der Verband deutscher Schul- und Kitacaterer spricht sich entschieden gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. “Jeder weiß, dass eine gesunde Ernährung positive Auswirkungen auf die schulische Leistung und das Wohlbefinden von Kindern hat. Durch den niedrigen Mehrwertsteuersatz kann die Politik der Gemeinschaftsverpflegung die Wertschätzung geben, die ihr zusteht”, sagt Ralf Blauert, 1. Vorsitzender des VDSKC.

BlauArt im rbb

Teures Schulessen in Brandenburg – Beitrag rbb

Das Schulessen wird teurer – auch in Brandenburg. Die steigenden Kosten treffen vor allem Kinder von finanziell benachteiligten Familien. Zuschüsse kommen oft nicht oder zu spät an. Die Linke hat daher einen Antrag auf kostenfreies Schulessen im Landtag eingebracht. Die Regierungskoalition hat sich dagegen entschieden.

Der rbb berichtete von der Debatte und hat dazu letzte Woche auch bei BlauArt gefilmt.

BuT-Infos in sechs Sprachen

Seit Anfang des Jahres sind rund 1,4 Millionen zusätzliche Haushalte in Deutschland wohngeldberechtigt. Familien mit Kita- und Schulkindern, die Wohngeld erhalten, stehen damit auch Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu. Darin enthalten ist u. a. ein kostenfreies Mittagessen in Kita, Hort oder Schule.

Das Infoblatt der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Brandenburg ist in sechs Sprachen abrufbar: deutsch, englisch, arabisch, persisch, russisch und ukrainisch.

Warum ist das Essen so teuer?

teurer Essen

Uns erreichen vermehrt Anfragen zu unseren Portionspreisen. Daher wollen wir die Gelegenheit nutzen und die Gründe für Preisanpassungen transparent machen.

So wie jeden Privathaushalt treffen auch uns als Unternehmen die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise hart. In konkreten Zahlen heißt das, dass die Einkaufspreise für Nahrungsmittel von Mai 2021 bis Mai 2022 bei uns um durchschnittlich 22 Prozent gestiegen sind – bei Käse und Hähnchenschnitzel sind es 30 Prozent, bei Bio-Nudeln sogar 67 Prozent. In der gleichen Zeit haben sich Kraftstoffe um 31 Prozent und Strom um 44 Prozent verteuert.

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BuT ermöglicht kostenfreies Mittagessen

Mensa

Kinder und Jugendliche brauchen ein ausgewogenes, gesundheitsförderliches Mittagessen, um fit und konzentriert durch den Tag zu kommen. Auch das soziale Miteinander in der Mittagspause ist wichtig. Kostenfreie Verpflegungsangebote in Kitas und Schulen sind insbesondere für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien wichtig. Denn oft sind für diese Familien vollwertige Mahlzeiten schwer zu leisten. Das kostenfreie Mittagessen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets ermöglicht es diesen Kindern, an der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung teilzunehmen.

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Erik Stohn (SPD) zu Gast bei BlauArt

Im Rahmen seiner Sommerreise hat SPD-Fraktionsvorsitzender Erik Stohn BlauArt Catering in Potsdam besucht. Gemeinsam mit Ralf Blauert, Geschäftsführer des Unternehmens, und Eva-Maria Lambeck vom Verband deutscher Schul- und Kitacaterer sprach er über die Gemeinschaftsverpflegung in Brandenburger Schulen, über Qualitätsstandards, Bio-Produkte, Nachhaltigkeit und die neue Brandenburger Ernährungsstrategie, die noch im August auf den Weg gebracht werden soll.

Bildung, Ganztagsbetreuung und gesundes Schulessen seien zentrale Themen für die Brandenburger SPD, betonte Stohn. Um die Qualität des Essens im ganzen Land zu gewährleisten, brauche es verpflichtende Standards in den Ausschreibungen – z. B. für Bio-Anteile und die Einhaltung der DGE-Richtlinien, meint Ralf Blauert und wünscht sich “mehr Rückenwind von der Politik”.